Back to nature

Laufen ist so eine Sache. Jahrelang liebte ich es, später war es Mittel zum Zweck und irgendwann machte es gar keine Spass mehr. Aber warum? Wie finde ich den Spass an der Sache wieder? Wie komme ich stärker zurück?

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#Pfaender50 Challenge

Ich bin Jahrelang Kilometer um Kilometer immer die gleichen Strecken gelaufen. Meine Strecke konnte ich Blind laufen. Der Anreiz zu laufen war mein Trainingsplan.
Im Oktober 2016 war dann Schluss. Ich wollte nicht mehr und startete meine #Pfaender50 Challenge. Das war wohl einer meiner besten Trainingsentscheidungen die ich treffen konnte.

Laufmotivation
Ich war bis jetzt 18Mal auf dem Berg und ich musste mich nicht einmal überwinden diese Trainingseinheit zu machen. Ich habe Spass am Laufen am Berg gefunden, in der Natur zu finden. Es zählt bei diesen Einheiten auch nicht wie schnell ich bin. Die Uhr ist zwar dabei aber ich ignoriere sie. Warum auch immer verspüre ich keinen Drang auf die Uhr zu sehen.

Power
Ich habe lange gesucht nach der Kraft in den Beinen. Es hat mich gestört das ich gefühlt keinen Druck auf den Asphalt bringen konnte. Bei meinem ersten Lauf auf der Strasse war es aber anders. Ich fühlte die Kraft in den Beinen. Ich konnte richtig Druck den Asphalt aufbringen ohne das es anstrengend war. Teilstücke auf denen ich wusste es geht Bergauf kamen mir gar nicht so vor.

Side effects
Die Uhr. Die Uhr war bis jetzt beim Laufen immer mein Taktgeber, mein Meister, mein Gegner. Ich konnte nicht ohne, ich konnte nicht mit ihr. Da ich aber am Berg keine Anhaltspunkte für Paceing hatte war sie dort nutzlos als Kontrollorgan. Ich habe gelernt das es auch im Training ohne geht.(Im Wettkamp verzichte ich ja schon seit ein paar Monaten darauf.) Bei meinem ersten Lauf auf der Strasse war ich soweit, das ich meine Puls Bereiche gar nicht mehr kannte. Das war aber kein Problem. Ich lief eben wie ich mich fühlte, relaxed entspannt und trotzdem mit Spannung. GA1 eben, auch in Zahlen.

Nature

Am Laufen abseits der Strasse habe ich Spass gefunden. Die Läufe sind, obwohl auch anstrengend, immer befreiend. Es gibt dabei kein Muss. Immer nur ein kann. Gibt es einen schönen Ausblick ist es schön auch mal stehen zu bleiben und einfach ein paar Sekunden inne zu halten und die Sache zu genießen.

Strasse

Lange habe ich die Strasse gemieden, um genau zu sein 4 Monate. Am Anfang war es die Unlust und später war es die Angst, auf der Strasse, meine eigenen Erwartungen nicht erfüllen zu können. Völliger Schwachsinn eigentlich aber ja so bin in. Um das Problem zu umschiffen habe ich angefangen das Hinterland vom Bodensee zu erkunden. Dank Strava und dem dortigen Routenplanner habe ich einige neue Ecken kennengelernt und werde weitere neue Ecken erkunden. Meine alten Laufstrecken habe ich nur ein Mal "besucht". Meine Angst war aber völlig unbegründet. Obwohl die Anzahl der Laufeinheiten geringer war als die Jahre zuvor war die Leistung mehr als zufriedenstellend für mich. #comebackstronger
Momentan verspüre ich auch wieder Freude auf der Strasse und in der Ebene zu laufen.

Together

Trail running alleine ist was wirklich Schönes aber zu zweit macht es noch mehr Spass. Daher genieße ich es sehr das sich auf meinen Pfändertouren sehr oft eine Begleitung findet. Auf diesen Weg allen bisherigen und zukünftigen Begleitern Danke!